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Lohn der Arbeit: Ein Kleinbauer streicht über seine Tagesernte. Er ist einer von 20 Millionen, die ihren Lebensunterhalt mit dem Kakao-Anbau verdienen – bei steigender Nachfrage und sinkenden Weltmarktpreisen. Mehr als 90 Prozent der Welternte stammen aus Betrieben mit einer Fläche von weniger als fünf Hektar, die unter harten Bedingungen wirtschaften müssen. Ein Lösungsansatz: PPP zum nachhaltigen Kakao-Anbau.
In der modernen Industrie ist Qualität oft nur eine Frage von Vereinbarungen. Was Qualität ist, wird genau definiert. Liefert der Produzent nicht wie besprochen, erhält er seine Ware zurück, es sinkt der Preis oder er wird aussortiert.
In der Landwirtschaft ist die Qualitätsfrage schwieriger, zumal dann, wenn die Produzenten schlecht ausgebildete Kleinbauern sind, die in entlegenen Gebieten säen und ernten und den Launen des Wetters und der Märkte hilflos ausgeliefert sind. Das ist bei Kakao der Fall, vor allem an der Elfenbeinküste, dem weltweit wichtigsten Lieferanten. Dies will der Nahrungsmittelhersteller Kraft Foods in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) jetzt ändern. In zwei Regionen des westafrikanischen Landes wollen sie die Kakao-Produzenten zur Umstellung auf nachhaltigen Anbau und Verarbeitung von hochwertigen Kakao bewegen; gleichzeitig sollen die notwendigen Strukturen für die Zertifizierung von Anbaumethoden und Produktqualität geschaffen, Kinderarbeit unterbunden und gesundheitliche Aufklärung betrieben werden. Schließlich sollen die gewonnenen Erfahrungen ausgewertet und weiter verbreitet werden.
Kraft Foods erhofft sich davon eine dauerhafte Sicherung des Nachschubs an hochwertigem Kakao. Die an dem Programm teilnehmenden Kleinbauern können dank mittelfristiger Verträge mit Kraft Foods mit stabilen Marktbeziehungen und besseren Verkaufserlösen für den nachhaltig produzierten und zertifizierten Qualitätskakao rechnen. Gleichzeitig verbessert sich ihre ökonomische und soziale Infrastruktur. Und auch die Umwelt profitiert: Zum nachhaltigen Kakao-Anbau gehört der Schutz des Regenwaldes als ideale Umgebung für die Schattenpflanze.
Für das Projekt haben die GTZ und Kraft Foods weitere Partner wie USAID und das ivorische Exportunternehmen Armajaro Ltd. gewinnen können.
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