DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH
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Kreative Roses ist eine Tochter der Firma Kordes Söhne’ Rosenschulen GmbH & Co KG, einem führenden deutschen Rosenzüchter. Um stärkeren Einfluss auf die Markteinführung neuer Rosen nehmen zu können, hat Kordes die Tochtergesellschaft in Kenia für den Anbau von eigenen Neuzüchtungen gegründet. Für weitere Investitionen vor Ort war Kreative Roses auf der Suche nach einem langfristigen Darlehen – Kapital, das in Entwicklungsländern meist nur schwer erhältlich ist.
Die DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH stellte Kreative Roses ein langfristiges Darlehen in Höhe von 2,4 Millionen EUR bereit und nahm damit ihre Rolle als klassischer Finanzierer des deutschen Mittelstands in einem Entwicklungsland wahr.
Die DEG, ein Unternehmen der KfW Bankengruppe, ist eines der größten europäischen Entwicklungsfinanzierungsinstitute für langfristige Projekt- und Unternehmensfinanzierungen. Sie finanziert und strukturiert seit über 45 Jahren Investitionen privater Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Ziel ist es, dort privatwirtschaftliche Strukturen zu etablieren und auszubauen. Die Finanzierung privater Investitionen mit positiven entwicklungspolitischen Effekten in Afrika ist ein strategisches Geschäftsfeld der DEG. Zum Jahresende 2008 betrug das Investitionsvolumen dort rund 740 Millionen EUR.
Finanzierungsschwerpunkte der DEG liegen im Bereich Infrastruktur, gerade mit Blick auf Telekommunikation oder Energieversorgung durch Erneuerbare Energien, oder auch – wie das Beispiel Kordes zeigt – in der Agrarwirtschaft.
Die Landwirtschaft ist der wichtigste Wirtschaftssektor Kenias. Allein 70.000 Menschen leben davon, Rosen anzubauen. Weitere 500.000 Kenianer sind bei Zulieferern oder im Handel und Transport von Rosen beschäftigt. Mit einem Marktanteil von rund 25 Prozent ist Kenia heute weltweit größter Exporteur von Schnittblumen. Die Blumenzucht ist nicht zuletzt wegen des arbeitsintensiven Anbaus eine dauerhafte Jobmaschine. Kreative Roses hat direkt rund 400 Beschäftigte und zeichnet sich durch hohe Sozialleistungen – Einhaltung internationaler Sozialstandards, Transportmöglichkeiten für die Belegschaft, erhöhte Sicherheitsstandards – aus. Zudem leistet das Projekt einen Betrag zur Verbesserung der Infrastruktur: Rings um die Rosenfarm werden Straßensysteme, Wasser- und Elektrizitätsversorgung ausgebaut.
Dank der hervorragenden klimatischen Bedingungen benötigen Blumen aus Kenia einschließlich des Transportes nach Europa erheblich weniger Energie als Blumen aus holländischen Gewächshäusern. Nach einer Studie der englischen Cranfield-Universität vom Februar 2007 werden beim Anbau von 12.000 Rosen in Kenia einschließlich Verpackung, Kühlung und Flugtransport nach England 2,2 Tonnen CO2 ausgestoßen. Die entsprechenden Werte für die Rosenproduktion in Holland liegen bei 35 Tonnen CO2.